Gehörst du auch zu denen, die gut bis sehr gut abgesichert sind?

Haftpflicht, Hausrat, Rechtsschutzversicherung, etc. alles vorhanden?
Du hast sogar das Fahrrad gegen Diebstahl abgesichert, eine Tier-OP-Versicherung für den Hund abgeschlossen,
alle möglichen Renten-und Altersvorsorgeversicherungen und on top sparst du noch fleißig jeden Groschen für die zukünftige Immobilie?

Super.

Wenn dem so ist, klingt das doch schon mal sehr gut.

Du bist also jemand, der sich wirklich Gedanken gemacht hat und sich zudem professionelle Hilfe geholt hat, damit er sich mit seinen aktuellen Möglichkeiten optimal aufstellt.

Bravo.

Dennoch gibt es ein Thema, dass in jungen Jahren oft außer Acht gelassen wird.
Was passiert, wenn ich von jetzt auf gleich handlungsunfähig bin, keine eigenen Entscheidungen mehr treffen kann?

Was, wenn ich meinen Willen nicht mehr kundtun kann? Wer ist in diesem Fall meine „Stimme“ und vertritt meine Rechte? Wer weiß um meine tiefsten Bedürfnisse und gibt Auskunft, damit ich z.B. im Krankenhaus auch so behandelt werde, wie ich es mir wünsche?

Wer sagt dem Arzt wie ich nicht behandelt werde möchte? Was, wenn ich im Koma liege und meine monatlichen Rechnungen weiter laufen?

Hast du dir für einen solchen Fall überlegt, wer für dich eintritt, wer für dich deine Geschäfte weiter betreiben, Verträge kündigen oder neu abschließen darf?

Nein?
So etwas passiert schon nicht?
Ich hoffe es nicht. Und wenn doch?

Ein prominentes Beispiel, wie schnell etwas passieren kann, und das in jungen Jahren, ist der Unfall von Michael Schumacher im Dezember 2013. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister, der zwei Jahrzehnte lang mit Geschwindigkeiten von über 300 km/h über die Rennstrecken der ganzen Welt schoss, hatte im idyllischen Skiurlaub in Frankreich, im beschaulichen Méribel, in einem einzigen Moment furchtbares Pech: Er verlor das Gleichgewicht, stürzte und fiel so unglücklich auf einen Felsen, so dass er schwerwiegende Verletzungen davon trug. Was dann genau geschah und wie es dem Star heute wirklich geht, wurde der Öffentlichkeit nur spärlich mitgeteilt.

Einen anderen Fall, bei dem eine Frau, ebenfalls in jungen Jahren, ein Schicksalsschlag traf, kann ich aus eigenen Reihen berichten:

Eine Kollegin erlitt einen Schlaganfall mit Anfang 30, als sie sich gerade allein zu Hause aufhielt. Es dauerte Stunden bis sie gefunden und ins Krankenhaus gebracht werden konnte. Künstliches Koma, mehrere komplizierte OPs, lange Krankenhausaufenthalte und anschließende Reha waren die Folge. Bis heute lebt sie mit massiven Einschränkungen und musste Grundfähigkeiten, wie Sprechen und Gehen erst langsam wieder erlernen.

Dass sie von heute auf morgen nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen, geschweige denn ihrer Arbeit nachgehen konnte, versteht sich von selbst. Plötzlich ist nichts mehr, wie es gestern war – für alle Beteiligten eine große Herausforderung.

Wer kümmert sich also in solchen Notfällen um die alltäglichen Belange, wenn die Miete weitergezahlt werden muss, sich die Post stapelt und Bankgeschäfte erledigt werden müssen? Wer darf hier für mich tätig werden, wenn ich es nicht kann?

Viele Menschen sind im Irrglauben und meinen, dass die engsten Angehörigen wie Eltern oder Ehepartner wichtige Entscheidungen treffen oder gar Geschäfte für den Patienten führen dürfen.
Nein. Habe ich als volljähriger Bürger in Deutschland meinen Willen nicht offiziell kundgetan und niemanden benannt, der in diesem Fall mein sogenannter Betreuer werden soll, wird ein rechtlicher Betreuer per Gericht angeordnet. Dieser kann, muss aber kein Angehöriger sein!
Ein wildfremder Mensch, der für mich die wahrscheinlich tiefgreifendsten Entscheidungen überhaupt treffen darf? Eine ungeheuerliche Vorstellung.

Im Falle meiner kranken Bekannten, waren keine Vorkehrungen getroffen und ein Betreuer bestellt worden. Uns Kollegen wurde ganz schlecht, als wir mitbekamen, dass besagter Betreuer laufende Versicherungen kündigte – um Geld einzusparen und zum anscheinenden Wohl der Patientin. Er ging anscheinend nicht davon aus, dass die Arme aus dem Koma ins Leben zurück kehren würde, da er munter Unfall-,  Zahnzusatz- und weitere Versicherungen stornierte. Dass es im Falle einer Genesung der Patientin schwer oder unmöglich werden würde, bestimmte Absicherungen nach einem derartigem Krankheitsverlauf erneut abzuschließen, war dem Betreuer entweder nicht bekannt oder wollte er einfach nicht hören.

Die Verwaltung des Vermögens ist ein weit reichendes Spektrum und umfasst alle finanziellen Angelegenheiten.
Von der Geltendmachung von Zahlungsansprüchen bis hin zur Verwaltung von Haus- und Grundeigentum. Zwar unterliegt der Betreuer der Aufsicht des Betreuungsgerichtes, innerhalb dieser Regelungen bleibt aber dennoch genug Spielraum, die eine Sache so oder anders anzugehen.

WAS ALSO TUN, DAMIT MEIN VERMÖGEN ERST GAR NICHT
„IN DIE HÄNDE VON FREMDEN“ GERÄT?

Juristen empfehlen eine umfassende Bevollmächtigung, bestehend aus Betreuungs- und Patientenverfügung nebst einer Vorsorgevollmacht.

Selbstständige sollten zusätzlich eine Unternehmervollmacht integrieren. Gerade die „Ein-Mann-Betriebe“ haben sich zu diesem Thema oft keinerlei Gedanken gemacht und keine Nachfolgeregelung getroffen. Fällt der Chef aus, bringen die banalsten Dinge, wie fehlende Handlungsvollmachten, den ganzen Betrieb zum Erliegen.

Oder noch schlimmer: Die Decke eines Betriebs drohte herunter zu fallen. Der Geschäftsführer lag im Krankenhaus, nicht ansprechbar. Ein Stellvertreter für den Notfall wurde nie benannt. Somit traute sich niemand, in der Firma die Entscheidung für die notwendigen Maßnahmen zu treffen. Die Decke krachte schließlich herunter und begrub die millionenschwere, technische Anlage des Unternehmens unter sich. Die Firma ging bankrott.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Regelung von Sorgerecht. Eltern minderjähriger Kinder sollten eine Sorgerechtsverfügung veranlassen. Es ist nicht selbstverständlich, dass auch tatsächlich die Großeltern als Betreuungspersonen benannt werden, wenn die leiblichen Eltern gleichzeitig von dieser Welt gegangen sind.

Und zum Thema Bankgeschäfte: Auch wenn ich meinen Liebsten eine Kontovollmacht erteilt habe, ist dies keine vollumfängliche Bank- und Vermögensvollmacht. Im Betreuungsfall steht die Vorsorgevollmacht über der Kontovollmacht. Dies wurde erst kürzlich wieder von einem Landgericht bestätigt. Das Urteil besagt, dass die Bank eine rechtskonforme Vorsorgevollmacht akzeptieren muss. Ob das in Zukunft auch so gehandhabt wird, bleibt abzuwarten. An den rechtlichen Gegebenheiten kann sich jederzeit wieder etwas ändern. Deswegen ist es auch wichtig, die Umsetzung  dieser Angelegenheiten einem vertrauenswürdigen Partner zu überlassen, der das Ganze rechtskonform umsetzt und bei gesetzlichen Änderungen darauf hinweist, wo gegebenenfalls nachgebessert und aktualisiert werden muss.

 

Im folgenden Filmbeispiel hatte ein Mann die Vollmacht für das Konto seiner allein stehenden Mutter. Das Schreiben wurde von der Bank nicht anerkannt. Die Folgen: Er kam an keinen einzigen Penny ran und bezahlte alles aus eigener Tasche. (Kinder müssen unter gewissen Voraussetzungen für ihre Eltern finanziell einstehen und der Staat darf das Geld dafür einfordern)

 

 


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Quelle zu den Informationen zu M. Schumacher: www.welt.de